Verhütungsmethoden

Es gibt vielfältige Möglichkeiten, sich vor einer unbeabsichtigten Empfängnis zu schützen. Hier erhalten Sie einen Überblick über die verschiedensten Verhütungsmethoden und deren Wirkungsweisen:

  • Die Pille ist das am häufigsten verwendete Verhütungsmittel in Deutschland. Sie gilt als eines der sichersten Mittel, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Die heutigen Pillen enthalten Östrogen und Gestagen in verschiedenen Zusammensetzungen und Dosierungen. Diese Hormone verhindern die Entstehung des Eisprungs, sodass die Eizelle nicht befruchtet werden kann – eine Schwangerschaft ist nicht möglich.
  • Die Kupferspirale wird für fünf Jahre in die Gebärmutter eingesetzt und entspricht der Sicherheit der Pille. Die kupferhaltige Spirale wirkt durch permanent abgegebene geringe Kupfermengen. Bei dieser Methode verändert sich die Regelblutung nicht. Es empfiehlt sich, die Lage halbjährlich durch eine Untersuchung kontrollieren zu lassen.
  • Die Hormonspirale zählt zu den sichersten Methoden, vergleichbar mit der Pille und der Sterilisation. Die Hormonspirale verbindet die Wirkungsweisen der Pille und der Spirale und weist eine höhere Sicherheitsrate als die Kupferspirale auf. Sie  wird während einer normalen gynäkologischen Untersuchung in die Gebärmutter eingelegt. Die Hormonspirale ist mit einem kleinen Hormondepot versehen, das in der Gebärmutter sehr geringe Mengen des Gelbkörperhormons abgibt. Sie bietet für 5 Jahre eine sehr hohe Sicherheit und führt zusätzlich zu einer Abschwächung oder zum Ausbleiben der Regelblutung. Auch hier empfiehlt es sich, die Lage halbjährlich durch eine Untersuchung kontrollieren zu lassen.
  • Der Verhütungsring wird selbständig in die Scheide eingeführt. Dort gibt er täglich ein dosiertes Hormonpräparat ab, das den Wirkstoffen der Pille entspricht. Während der folgenden drei Wochen bleibt der Ring liegen und schützt so vor einer Schwangerschaft. Es folgt eine ringfreie Woche, in der es zu einer menstruationsähnlichen Blutung, auch Abbruchblutung genannt, kommt. Der Empfängnisschutz bleibt auch in dieser Woche erhalten.  Der Ring ist sehr flexibel und weich und wird von den Nutzerinnen meist nicht bemerkt. Er eignet sich besonders für Frauen, bei denen durch Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich die Wirkung der „Pille“ nicht im vollen Umfang gewährleistet werden kann.
  • Das Verhütungspflaster bietet eine solide Empfängnisverhütung besonders für Frauen, die regelmäßige Einnahmezeiten der Pille nicht einhalten können (z. B. Krankenschwestern, Schichtdienst, Reisende). Die Wirkstoffe gelangen über die Haut in die Blutbahn. Das Pflaster entfaltet seine emfängnisverhütende Wirkung, sobald es klebt und wird einmal wöchentlich gewechselt.
  • Das Verhütungsstäbchen ist ein kleines Hormonimplantat, welches an der Innenseite des Oberarms unter die Haut platziert wird. Es besteht aus einem weichen Kunststoff. Täglich wird eine bestimmte Hormonmenge freigesetzt, die  sicheren Empfängnisschutz für drei Jahre bietet. Nach dieser Zeit wird das Verhütungsstäbchen wieder komplikationslos entfernt. Auch hier handelt es sich um eine sehr sichere Verhütung, die die Blutung deutlich abschwächt.
  • Die Sterilisation des Mannes und der Frau sind zuverlässige Methoden der endgültigen Empfängnisverhütung. Es erfolgt ein operativer Eingriff, der meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird und ca. eine Stunde dauert.  Das Sexualempfinden und der Geschlechtsverkehr verändern sich dadurch nicht. Diese Methode eignet sich natürlich nur für Frauen oder Paare mit abgeschlossener Familienplanung.

Bei allen oben genannten Methoden ist natürlich Folgendes zu beachten: Einen sicheren Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bietet Ihnen nur die Verwendung von Kondomen.

Wir sind für Sie da:

Montag bis Donnerstag
07.40 - 12.00 Uhr
15.00 - 18.30 Uhr

Freitag
08.00 - 12.00 Uhr

Termine nach Vereinbarung

Telefonische Erreichbarkeit unter: 0481/5555